NEWS - April 2017 in der Buckligen Welt

"Trotz Extremen von der Temperatur her ausgeglichen, jedoch sonnenarm und zu feucht, mit einem Winterrückfall zu Beginn der dritten Monatsdekade"

 

 

UBIMET - Monatsrückblick der Wetterstation Hollenthon / Bucklige Welt

Ein Service von Meteorologen Mag. Martin A. Puchegger im Auftrag des DEVH für die Gemeinde Hollenthon.


Luft-Temperatur
2017
Vergleich Vorjahr
Monatsmittel-Temperatur
7.4°C
9.1°C
Höchsttemperatur
20.7°C (02.)
23.0°C (05.)
Tiefsttemperatur
-3.3 °C (20.)
-2.8°C (28.)
Tage mit über 25 Grad (Sommertage)
0
0
Tage mit über 30 Grad (Hitzetage)
0
0
Tage mit Frost (Frosttage)
4
4
Tage mit durchgehendem Frost (Eistage)
2
0
Niederschlag
2017
Vergleich Vorjahr
Niederschlagssumme
69.2 l/m²
40.0 l/m²
größter Tagesniederschlag
19.8 l/m² (10.)
17.1 l/m² (08.)
größter stündlicher Niederschlag
3.1 l/m² (27., 06 Uhr)
3.9 l/m² (27., 06 Uhr)
Tage mit Niederschlag
17
7
Wind und Sonnenschein
2017
Vergleich Vorjahr
höchste Windgeschwindigkeit
88.6 km/h (19., 13 Uhr)
89.6 km/h (14., 16 Uhr)
Sonnenscheindauer
147.1 Std.
189.7 Std.
Tage mit Sonnenschein
27
27

Der April 2017 liegt mit der Monatsmitteltemperatur um nur 0.3 Grad höher als der März des heurigen Jahres. Das ist beachtlich, es gilt aber auch zu erwähnen, dass der heurige März extrem warm war. Der April brachte auch gleich viele Frosttage wie der März, 4 am Stück und noch dazu 2 Eistage, also Tage, an denen die Temperatur nie über die 0-Grad-Marke hinaus kam. Der März hat das nicht geschafft, an jedem seiner Tage zeigte das Thermometer Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Auch die Niederschlagsbilanz des April ist wesentlich besser als jene des März. Im April regnete und schneite es an 17 Tagen, im März nur an 7.

So sommerlich anmutend der April auch startetet - am 2. wurde ein Höchstwert von 20,7 Grad gemessen! -, Zufuhr polarer Kaltluft ab der Monatsmitte und ein deftiger Wintereinbruch am 19. ließen die Natur rasch wieder erstarren. In der Nacht auf den 20. fielen gut 40 cm Neuschnee, die Temperatur sank auf -3,3 Grad ab und der Wind sorgte mit Böen an die 90 km/h für zum Teil schwere Schneeverwehungen in den Höhenlagen. Der Verkehr kam zum Erliegen, Schulen blieben geschlossen, Schneebruch sorgte gepaart mit meterhohen Schneewechten für Straßenblockaden und Stromausfälle.

Für die Land- und Forstwirtschaft ergeben sich, nach dem Frost Anfang Mai von letztem Jahr (2016), auch heuer wieder massive Schäden. Der über zwei Tage hinweg währende Dauerfrost schädigte die meisten Blüten, womit z.B. mit einem Totalausfall der Steinobsternte zu rechnen ist. Ähnlich ergeht es den Weinkulturen dieses Landes.

Klimatologisch betrachtet zeigt der April im Mittel bei den Temperaturen keine Auffälligkeiten. Die ungewöhnliche Wärme zu Monatsbeginn wurde vom Kaltlufteinbruch weitgehend ausgeglichen, sodass wir exakt im langjährigen Trend liegen. Allerdings überwiegten durch die oft feuchte Witterung meist die Wolken, womit die Bilanz an Sonnenstunden mit einem Minus von 15 Prozent endet. Niederschlag gab es dafür ausreichend, ein Plus von 25 Prozent war nach dem deutlich zu trockenen März eine Notwendigkeit.


 

Hollenthon-Panorama - 21. April 2017, 06:30 Uhr

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APRIL 2017 IM VERGLEICH ZU 2016

Stimmungsbild vom 4. April 2017, 07:00 Uhr: Altocumulus castellanus, Anzeichen einer labilen Atmosphäre und somit Vorboten von Schauern und Gewittern.

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Stimmungsbild vom 9. April 2017, 06:30 Uhr: Altocumulus-Wolken und künstliche Wolken (Flugzeugstreifen)

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Stimmungsbild vom 17. April 2017, 12:00 Uhr: Schauerwolke mit Fallstreifen (aus Regen und Schnee) sowie Obstbaumblüte

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Stimmungsbild vom 03. April 2017, 15:00 Uhr: Cumulonimbus incus (Amboswolke) in der Ferne über dem südlichen Mostviertel

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Stimmungsbild vom 04. April 2017, 15:30 Uhr: Cumulonimbus über dem Rax-Schneeberg-Gebiet

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