Klimarückblick - Juni 2018 in der Buckligen Welt

"Sehr warm, sehr feucht, sehr sonnig"

 

 

UBIMET - Monatsrückblick der Wetterstation Hollenthon / Bucklige Welt

Ein ehrenamtliches Service des Meteorologen Martin Puchegger für die Gemeinde Hollenthon.


Temperaturstatistik
2018
Vergleich Vorjahr
Monatsmittel der Temperatur
16.8°C
18.8°C
Höchsttemperatur
27.5°C (21.)
29.7°C (24.)
Tiefsttemperatur
8.6 °C (22.)
9.3°C (08.)
Sommertage (Tage mit 25 Grad und mehr)
5
11
Hitzetage (Tage mit 30 Grad und mehr)
0
0
Frosttage (Tage mit Frost)
0
0
Eistage (Tage mit andauerndem Frost)
0
0
Niederschlagsstatistik
2018
Vergleich Vorjahr
Niederschlagssumme

195.1 l/m²

68.4 l/m²
größter Tagesniederschlag
40.8 l/m² (12.)
35.6 l/m² (04.)
größter stündlicher Niederschlag
30.8 l/m² (12., 13 Uhr)

13.2 l/m² (04., 14 Uhr)

Tage mit Niederschlag
21
11
Statistik von Wind und Sonnenschein
2018
Vergleich Vorjahr
höchste Windgeschwindigkeit
72.4 km/h (12., 18 Uhr)
86.8 km/h (25., 13 Uhr)
Sonnenscheindauer
246.3 Std.
253.7 Std.
Tage mit Sonnenschein
29
30

Die Schafskälte prägte den an sich zu warmen Juni 2018. Nur ihr ist es zu verdanken, dass der Monat mit lediglich einer geringen positiven Abweichung von etwa 1 Grad bilanziert, sonst wäre er wesentlich zu warm ausgefallen. Häufig schien auch die Sonne, womit Hollenthon ein Plus von 20 Prozent verbucht. Markantere Abweichungen fallen beim Niederschlag auf, denn mehrere Gewitter sorgten für große Regenmengen und brachten ein teils markantes Hochwasser mit einer Jährlichkeit von 20 bis 30 Jahren in den Tälern. 195 Liter pro Quadratmeter entsprechen einem Plus von knapp 90 Prozent, denn im Schnitt fallen lediglich 100 bis 110 Liter.

Der Juni legte einen feuchtwarmen, gewittrigen Start hin. Die Tageshöchstwerte lagen zwischen 21 und 24 Grad. Nach zahlreichen Sonnenstunden entwickelten sich jeweils Schauer und Gewitter, die an den ersten Tagen nur geringe Regenmengen brachten. Bereits am 6. schüttete es aber wie aus Kübeln, in einer Stunde 33 Liter pro Quadratmeter und der Tag brachte in Summe sogar 37 Liter. Auch am Tag darauf, dem 7., konnte sich die Tagessumme mit 21 Litern sehen lassen. Gesättigte Böden sollten später in diesem Monat noch ein Problem darstellen und dies war bereits am 12. der Fall. Drei sehr heftige Gewitter zogen vom Wechsel her über Lichtenegg, Bromberg, Stickelberg, das Schlattental und Wiesmath ostwärts in Richtung Weppersdorf und Ritzing. Hollenthon wurde von diesen Gewittern nur am Rande beeinflusst und dennoch fielen binnen kurzer Zeit 41 Liter Regen auf jeden einzelnen Quadratmeter. Das entspricht 410 Kubikmeter Wasser auf jeden Hektar. Angrenzend an Hollenthon war es noch wesentlich mehr Regen und da die Böden kein Wasser mehr fassen konnten, vereinte sich dieser in der Spratzau und im Schlattental zu einer Hochwasserwelle, die in jener Wucht nur etwa alle 20 bis 30 Jahre auftritt.
Der 14. Juni war jener Tag des Monats, an dem sich die Sonne gar nicht zeigte und dazu regnet es zeitweise leicht. Im Gegensatz zum sommerlichen Wetter zuvor, blieb es an diesem Tag mit nur 13,7 Grad auch relativ kühl.
Ab der Monatsmitte (15.) setzte sich aber sonniges und von Tag zu Tag wärmeres Wetter durch. Dabei gipfelte die Wärme am 21., dem längsten Tag des Jahres (Sommersonnenwende), in einem Höchstwert von 27,5 Grad. Bereits am Abend beendete aber ein Gewitterregen die warme Wetterphase und leitete die Schafskälte ein.
Bei einem Mix aus Sonne und Wolken blieb es vom 22. bis 24. trocken, dann folgten Tage mit Schauern und im Einflussbereich eines Höhentiefs von Polen her länger andauernder Regen, wobei sich am 27. und 28. erneut 36 Liter summierten.
Die Temperaturen machten mit maximal 15 bis 20 Grad bis zum 28. keine großen Sprünge. Bevor sich der Juni mit einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken und 20 Grad am 30. verabschiedete, war es tags zuvor, am Freitag den 29., mit 22 Grad ausnahmsweise noch etwas wärmer.

 


 

Hollenthon-Panorama - 8. Juni 2018, 14:00 Uhr

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Mag. Martin A. Puchegger | Donau-City-Straße 11, A-1220 Wien | www.ubimet.com | +43 1 263 11 22 32

JUNI 2018 IM VERGLEICH ZU 2017

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Stimmungsbild vom 12. Juni 2018, 07:30 Uhr: Gerade am Morgen, wenn die Sonne noch tief steht, üben Felder von Altocumulus-Wolken manchmal einen faszinierenden Schachbrett-Effekt aus.

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Stimmungsbild vom 15. Juni 2018, 18:30 Uhr: Es wird Abend, der Tag kommt zur Ruhe und die Vegetation scheint dankbar über den vielen Regen, der alles in saftigem Grün erstrahlen lässt.

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Stimmungsbild vom 21. Juni 2018, 16:30 Uhr: Eine Cumulonimbus-Wolke (Gewitterwolke) hat sich nordöstlich von Hollenthon über dem Wurzwald gebildet und zieht mit Starkregen und Hagel ins Mittelburgenland ab.

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Stimmungsbild vom 27. Juni 2018, 07:00 Uhr: Hierzu fällt einem das Lied von Sting mit dem tönenden Namen "Fields of Gold" ein, das zu Deutsch "Felder aus Gold" bedeutet. Denn in diesem Song ist die Rede von Weizenfeldern, die im Sonnenlicht wie Gold glänzen. Es scheint durchaus nicht weit hergeholt, wenn man die schimmernden Ähren links des Weges betrachte. Doch mit der Reife des Korns wird der Goldschimmer bis August von Tag zu Tag noch etwas satter.

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Stimmungsbild vom 28. Juni 2018, 18:00 Uhr: Schau mal einer an, wer hat es sich denn da auf der Wetter-Kamera gemütlich gemacht? Ein Turmfalke zeigt uns den Allerwertesten, ob ihm das wohl bewusst ist?

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